„Der Große Garten“
Siebdruck & Illustration
Bei der ersten Aufgabe des Kurses sollten wir Pflanzen aus einem Hut ziehen. Für den gezogenen Namen sollte ein großes Panel und ein kleiner Comic entstehen. 
Ich habe abschließend auch Jutebeutel einfarbig mit diesem Motiv bedruckt.
Beim analogen und auch beim digitalen Skizzieren und bei der Ausarbeitung der Skizzen hatte ich stets im Hinterkopf, breite Linien und Flächen zu machen. Denn dies war das wichtigste Kriterium dieser Aufgabe.
Der Prozess von Konzeption, Entschichten, Beschichten, Belichten, Auswaschen und Drucken wurde mir mit jedem Mal klarer, wenn ich außerhalb der Kurszeiten die Werkstatt nutzte.
Mit dieser Aufgabe habe ich am meisten Zeit verbracht, da ich mich auf drei Motive festgelegt hatte. Es hat sehr lange gedauert, bis ich auf eine spannende Idee gekommen bin.

In diesem Fall war es so, dass ich einem Freund zum Geburtstag eine Zeichnung seiner Katze „Momo“ schenken wollte, die stets in seinem großen Garten die Grünfläche und Bäume erkundigt. Während dem Zeichnen merkte ich, dass dies eine gute Grundlage für die zweite Aufgabe wäre.
„Große Katze 1“ lief von der Skizze bis zum Druck reibungslos im Vergleich zu den anderen Katzen.
Die „Große Katze 2“ habe ich nur in zwei Farben  gedruckt, da es leider kein Rastergelb mehr gab. 

Für die erste Katze konnte ich es noch benutzen, doch danach gab es nur noch ein Gelb, dass mit weiß gemischt war, wodurch es nicht mehr lasierend war.
„Große Katze 3“ wollte ich dennoch in drei Farben drucken und deshalb bin ich spontan von gelb auf ein Neonorange gewechselt. Danach musste ich mir Gedanken machen, eine Farbe zu finden, die eine gute Hintergrundfarbe wäre, aber gleichzeitig auch die Linien und Flecken dunkel macht. Nach einigen Überlegungen habe ich mich für ein dunkleres grün entschieden.
Für diese Aufgabe sollten wir ein Motiv zum Thema „Parkfest“ gestalten. Das Wort assoziiere ich mit der Mindener Messe als ich noch ein Kind war. Oder auch Stadtfeste wie der Kindertag. Da gab es viele verschiedene Attraktionen wie Gesichtsmalerei, Autoscooter, Karussells oder auch den mechanischen Bullen. Man zahlte 2 Euro, um so lange wie möglich auf diesen Bullen zu bleiben, bis man schließlich herunterfällt.
Da ich ja schon eine ungefähre Idee im Kopf hatte, wie das letzte Motiv aussehen sollte, habe ich einfach angefangen zu skizzieren. Zu Hause, während des Kurses oder im Zug habe ich stets Stiere und Cowboys gezeichnet. 

Die Entwürfe, auf denen der Stier mit den hinteren Beinen hochspringt, waren meine Favoriten und die Bewegung, die damit impliziert war, fand ich passend zum groben Strich, den ich für diese Aufgabe nutzte. 
Die Skizze musste ich an einigen Stellen korrigieren und etwas modifizieren, damit sie anatomisch Sinn ergibt.
Der Stier selbst, die Stiefel und die Handschuhe sind rot, da ich eine gute Akzentfarbe brauchte, die mit dem Schwarz auf dem hellen Papier konkurrieren kann. 

Da ich nicht genug Rot hatte, habe ich es mehrere Male mit Magenta auffrischen müssen. Dadurch entstand ein Farbverlauf von Motiv zu Motiv, sodass bei einer Auflage von 20 Stück jedes Exemplar einen eigenen Farbton hat.
Auch mit verschiedenen Problemen im Prozess hat mir diese Aufgabe am meisten Spaß gemacht, da meine Fähigkeiten sicherer geworden sind.